Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer
Jedes Jahr am zweiten Samstag im September treffen sich Hobbybrauer aus ganz Deutschland in Stralsund, um sich über ihre Leidenschaft auszutauschen, kreative Sude zu verkosten und den neuen Deutschen Meister zu feiern.
Doch auch Bierfans, die einmalige Biere probieren oder selbst zum Hobbybrauer werden möchten, können einiges erleben: Das große Kreativbier-Festival, Workshops und noch vieles mehr in der einzigartigen Atmosphäre des Störtebeker Brauquartiers.
HIGHLIGHTS FÜR HOBBYBRAUER
Los geht es bereits am Vorabend der Veranstaltung mit einem gemütlichen Get-together. Am Samstag sorgen Workshops, das Kreativbier-Festival mit rund 100 Ständen sowie die Siegerehrung für Abwechslung. Dazu präsentieren ausgewählte Aussteller Rohstoffe und Ausstattung rund ums Hobbybrauen.
HIGHLIGHTS FÜR BESUCHER
Natürlich sind auch Besucher, die (noch) keine Hobbybrauer sind, herzlich willkommen. Von Samstagmittag bis in den späten Abend hinein können über 100 kreative Biere verkostet, Workshops für Genießer besucht und an Foodtrucks von regionalen Anbietern geschlemmt werden.
Wettbewerbs-Bierstil 2025: Altbier
Bei der diesjährigen Abstimmung des Bierstils zur 9. Deutschen Meisterschaft konnte sich das Altbier unter anderem gegen das Cream Ale und den Weizenbock durchsetzen und steht damit als offizieller Wettbewerbsbierstil fest.
TECHNISCHE DETAILS
Stammwürze: 11 – 12,9 Grad Plato | Alkohol: 4,3 – 5,5 % vol. |
Farbe: 18 – 33 EBC | Bittereinheiten: 25 – 50 IBU |
HINTERGRUND UND CHARAKTERISTIKA
Beim „Altbier“ handelt es sich generell um ein obergäriges, kaltgereiftes Bier mit Heimat bzw. Ursprüngen in Düsseldorf, am Niederrhein und auch in Westfalen. „Alt“ bezieht sich dabei auf die „alte Brauweise“ im Sinne der Obergärung und in Bezug auf die Zeiten vor dem Aufkommen der untergärigen Lager-Biere. Das moderne Altbier wurde im späten 19. Jahrhundert als Antwort auf den Erfolg der kalt vergorenen Lagerbiere entwickelt, wobei auch auf Technologien der untergärigen Brauweise (wie z.B. eine kalte Reifung) zurückgegriffen wurde. Dieses international vielfach auch als „German Style Amber Ale“ oder „German Style Brown Ale“ bezeichnete Bier (bei der BJCP unter Kat. 7 – „Amber Bitter European Beer“ geführt) weist ein im Vergleich zur weltweiten Ale-Familie deutlich „saubereres“ Aromaprofil und einen weicheren Trunk auf.
Im Hinblick auf seine Optik zeichnet sich ein modernes Altbier zunächst durch einen stabilen, cremigen Schaum sowie durch eine warme Farbe aus, dessen Spektrum von Bernstein über Kupfer bis Hellbraun reicht. Durch seine kalte Lagerung ist das Bier klar und glänzend und weist (wenn überhaupt) nur eine geringe Trübung auf. Das Aroma ist primär geprägt von malzigen und getreidigen Aromen nach z.B. geröstetem Brot und Nüssen. Wenngleich Röstmalze zum Einsatz kommen, sollten sich im Bier keine ausgeprägten Röst- oder (Bitter-) Schokoladenaromen finden. Als Ergänzung zu den Malzaromen verfügt das Bier über eine feine, blumig-würze, z.T. auch pfeffrig empfundene Hopfenaromatik, welche auf den Einsatz klassischer Hopfensorten, primär aus dem „Saazer-Formenkreis“ (Spalt Spalter, Tettnanger, Hallertauer Tradition/Mittelfrüh, Saazer), zurückgeht. Im Gegensatz zu vielen anderen obergärigen Bieren (engl.: Ale) zeigt das Altbier nur eine zurückhaltende Hefearomatik (wenig Ester), welche sich, sofern vorhanden, durch leichte Noten nach dunklen Früchten zeigt. Geschmack und Mundgefühl des Altbieres sind geprägt durch eine deutliche, aber feine Bittere (im Durchschnitt 25-35 Bittereinheiten) sowie durch einen hohen Vergärungsgrad bei einer mittleren Vollmundigkeit, was in einem trockenen, weichen Trunk sowie in einem langen bitter-süßlichen Finish resultiert. Zusammen mit der fein eingebundenen Kohlensäure entsteht ein in seinem Gesamteindruck ausbalanciertes Bier mit hoher Trinkfreude.
Referenzbiere finden sich national, klassischerweise in der Düsseldorfer Altstadt mit den Altbieren der Brauereien Schumacher, Schlüssel, Füchschen und Uerige sowie am Niederrhein mit dem Diebels Alt sowie den Bieren der Bolten Brauerei. Darüber hinaus finden sich vereinzelt aber auch überregional stilechte Vertreter wie z.B. das Altbier der Blockbräu aus Hamburg. International werden Altbiere unter anderem auch in den Niederlanden sowie in Craft Brauereien Nord- und Südamerikas gebraut. Ab einem Alkoholgehalt von 5,5 % vol. startet die Sub-Kategorie der stärkeren Altbiere (auch Sticke oder Latzenbier genannt).
TECHNISCHE HINWEISE
- Bei der Malzschüttung dürfen lediglich kommerziell erhältliche Malzsorten verwendet werden – darunter natürlich auch Weizenmalz. Die Verwendung von unvermälztem Getreide jedweder Art ist nicht erlaubt.
- Die eingesetzten Hopfensorten müssen aus kommerziellem Anbau stammen, kommerziell frei erhältlich sein und in Form von Hopfenpellets (Typ 90 oder Typ 45 oder auch weitere Pellet-Formen wie Lupomax oder BBC-Pellet (BarthHaas) oder Cryo (Yakima Chief)) eingesetzt werden.
- Eine Kalthopfung des Bieres ist erlaubt.
- Der Einsatz von Hopfenölen sowie Hopfenextrakt ist nicht zulässig.
- Der Einsatz von brauereifremden, insbesondere übervergärenden Hefen (Saccharomyces diastaticus) sowie bierschädlichen Mikroorganismen im Allgemeinen ist nicht zulässig. Die eingesetzten (obergärigen) Hefen müssen in jedem Fall frei am europäischen Markt beschaffbarsein und dürfen nicht aus eigener Sammlung bzw. Hefestripping stammen.
- Da es sich beim Altbier um einen Bierstil handelt, der nicht typischerweise holz- oder holzfassgereift ist, ist die Behandlung der Würze bzw. des Bieres mit jeglicher Art von Holzprodukten in allen Schritten der Produktion untersagt.
- Die Verwendung von Irish Moos zur Klärung des Bieres ist nicht gestattet. Da es in Deutschland nicht für Bier zugelassen ist, werden wir es beim Einbrauen des späteren Siegerrezeptes auch nicht verwenden können. Wenngleich die Verwendung im Wettbewerb nicht kontrolliert werden kann, wird im Sinne der Chancengleichheit aber an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer appelliert darauf zu verzichten und die Thematik anders zu lösen, z.B. über Kaltlagerung des Bieres.
- Weiterhin sind bei der Herstellung folgende Zutaten nicht zulässig:
- Zucker (erlaubt nur zur Karbonisierung des Bieres bzw. als Speise für die Flaschengärung)
- Honig
- Laktose
- Aromen/Extrakte
- Fruchtkomponenten
- Farbstoffe (dazu zählt auch Röstmalzbier)
- Gewürze
- Ansonsten weisen wir nochmals darauf hin, dass alle eingesetzten Rohstoffe am Markt frei verfügbar sein müssen und den Ansprüchen an ein Lebensmittel genügen müssen!
EINSENDESCHLUSS
Die Biere für den Wettbewerb können in der Zeit vom 28.07. bis 15.08. an folgende Adresse gesendet oder persönlich im Besucherzentrum des Störtebeker Brauquartiers abgegeben werden:
Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer
Greifswalder Chaussee 84-85
18439 Stralsund
Bitte sendet die Biere rechtzeitig ab. Proben, die nach dem 15. August eintreffen, können für die Verkostungen nicht mehr berücksichtigt werden.
TEILNAHMEBEDINGUNGEN DEUTSCHE MEISTERSCHAFT DER HOBBYBRAUER 2025

KREATIVBIER-WETTBEWERB
Zum Wettbewerb um den Publikumspreis können die Teilnehmer, wie schon im Vorjahr, zusätzlich wieder ihren persönlichen Lieblingssud mitbringen. Ob Biere klassischen Stils, Kräuterbiere nach historischem Vorbild oder allerhand Abgefahrenes: wir sind schon gespannt, was ihr in diesem Jahr mitbringen werdet.
TEILNAHMEBEDINGUNGEN DEUTSCHE MEISTERSCHAFT DER HOBBYBRAUER 2025
Siegerprämien
SIEG DER DEUTSCHEN MEISTERSCHAFT DER HOBBYBRAUER 2024
Platz 1: Der Gewinnersud wird gemeinsam mit dem Deutschen Meister in der Störtebeker Braumanufaktur eingebraut. Der Sieger erhält 400 l des eigenen Bieres nach Hause geliefert und einen Sachpreis nach Wahl im Wert von 2.500 € (Upgrade der eigenen Brauanlage oder eine eigene Schankanlage) gestiftet von der Störtebeker Braumanufaktur.
Platz 2: Die Rundum sorglos Brauanlage: Das EasyBrew SB30T Deluxe Bundle inkl. einem Malzpaket gestiftet von Hopfen und Mehr / Braumarkt.
Platz 3: Ein 15 l Partykeg in Holzoptik mit bayerischem Anstich und Flachfitting inkl. Zapfhahn und Entlüfter aus Messing gestiftet von SCHÄFER Werke GmbH.
LIEBLINGSSUD IM KREATIVBIER-WETTBEWERB 2024
1.Platz: Der Gewinnersud wird im BRLO Brewhouse, Berlin, eingebraut. Der Sieger erhält 100 l des eigenen Bieres, gestiftet von BRLO - Braukunst Berlin GmbH sowie ein Abo für die Störtebeker Live Abenteuerreise 2024/2025, gestiftet von der Störtebeker Braumanufaktur.
2.Platz: Der Tank deiner Brauer-Träume: Der TANK-VOLLI DELUXE gestiftet von Braupartner.
Platz 3: Zwei Eintrittskarten für das Staffelfinale der Störtebeker LIVE Abenteuerreise am 04.04.2025 in Stralsund inkl. Brauereiführung und einer Übernachtung gestiftet von der Störtebeker Braumanufaktur.


PARTNER DER MEISTERSCHAFT
Kooperation mit dem Deutschen Brauer Bund
Die Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer wird seit 2024 durch den Deutschen Brauer-Bund gefördert, der als Verband zu den Trägern des Braukulturerbes gehört. Das handwerkliche Bierbrauen und damit auch das Wirken der Gemeinschaft der Hobbybrauer zählen zum Immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Durch die Kooperation wird das Schaffen der vielen tausend Hobbybrauer in Deutschland noch stärker in den Fokus gerückt, unter anderem durch die Würdigung der besten Hobbybrauer beim Deutschen Brauertag in Berlin.
Weitere Informationen zum Immateriellen Kulturerbe findest du auf der Website der deutschen UNESCO-Kommission.
Hier findest du eine Übersicht aller Partner der Deutschen Meisterschaft.
News
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Ab sofort kannst du dich für die Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer anmelden. Wie in den letzten Jahren gibt es Tickets für die Jury- und den Kreativbier-Wettbewerb. Natürlich kannst du dich auch für beide Wettbewerbe anmelden. Der Bierstil ist in diesem Jahr Altbier.
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Wir freuen uns euch mitteilen zu können, dass die Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer 2025 am 6. September 2025 im Störtebeker Brauquartier in Stralsund stattfindet. Zusätzlich findet in München die Drinktec statt. Weitere Informationen findest du in diesem Beitrag.
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Sei dabei am 7. September im Störtebeker Brauquartier und entdecke Kreativbiere an rund 100 Ständen von Hobbybrauern aus ganz Deutschland. Dazu gibt es leckeres Essen und die Möglichkeit, die Entwicklung einer neue Störtebeker Brauspezialität zu begleiten. Highlight ist die Siegerehrung des neuen Deutschen Meisters.
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